Herkunft der mongolischen Rennmaus

Mongolische Wüstenrennmäuse leben in freier Wildbahn in Steppenlandschaften und Wüstenrandgebieten Zentralasiens (von der Mongolei über Nordchina bis nach Südsibirien).
Dort bewohnen sie Tunnelsysteme unter der Erde, die sie bei Gefahr schnell aufsuchen können und der ihnen vor den unterschiedlichen Wetterbedingungen Schutz bietet. Dies reicht bis zu 1,50 in das Erdreich und es wird ständig an ihm gearbeitet. Sie leben in losen Familienverbänden mit strenger Rangordnung zusammen. Die einzelnen Gruppen bestehen aus den Elterntieren und dem Nachwuchs, der wenn geschlechtsreif wird, verjagt wird. Jede Familie verteidigt ihre Reviergrenze gegen Eindringlinge. Die Mitglieder anderer Familien im Bau werden gedultet. Dreiergruppen wird man in der Natur nicht anstreffen. Die Gruppenmitglieder erkennen sich durch regelmäßige Kontakte von Nase, Mund oder Po. Die einzelnen Reviere werden von den Rennmäusen mit Harn und Kot und speziellen Duftstoffen von der Duftdrüse am Bauch markiert. Der Name Wüstenrennmäuse ist irreführend, da sie überwiegend Steppen bewohnen. Rennmäuse meinte man lange, gehören eher zur Gattung der Hamster. Denn Hamster gehören zur Familie der Wühler (Cricetidae). Das kann man leicht glauben, wenn man sie so beim buddeln beobachtet. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten dies aber wiederlegen. Die mongolische Rennmaus stammt von der Gattung Meriones (Sandmäuse). Sie gehört zur Gruppe der Langschwanzmäuse (Muridae).
Ab 1935 begann man in Japan die gezielte Zucht mit Rennmäusepaaren, von denen alle heutigen Haus-Rennmäuse abstammen. Diese kamen nach Amerika und von dort aus Mitte der 50er Jahre die ersten Exemplare nach Europa. Leider waren die ersten importierten Rennmäuse Versuchstiere, bis heute. Aber Ende der 70er Jahre wurden sie auch bei uns als Heimtier bei Liebhabern bekannter. Heute gehören sie neben Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern und Ratten zu den beliebtesten Nagern und sind längst keine Exoten mehr. Ich habe euch hier einen Link zum freien Internetlexikon Wikipedia gesetzt. Dort erfahrt ihr Wissenswertes über die Mongolei.http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolei

Farbschläge

zeichnung einer rennmaus Mongolische Rennmäuse gibt es in vielen verschiedenen Farbvarianten. Die braune Wildfarbe der Rennmäuse nennt man Agouti. Man kann sich aus einer großen Auswahl an Farben seine Lieblinge aussuchen. Das hat aber auch seine Nachteile. Besonders in Sachen Lebenserwartung z.B. bei Starkschecken. Auf die Vererbungslehre gehe ich nicht näher ein, da ich kein Züchter bin und nicht zum Züchten animieren möchte. Da ist in den Jahren viel Schindluder auf Kosten der Renner getrieben worden. Hier 2 informative Seiten für euch:
baseportal.de

http://home.wtal.de/ehr/gerbils/farben.htm

fotokopie von silla